REIMAHG Ehemaliges unterirdisches nationalsozialistisches Rüstungswerk bei Kahla / Thüringen
Dokumentation, Forschung und Gedenken am Großeutersdorfer Walpersberg in Thüringen.
Was war die REIMAHG?
Die REIMAHG – die Abkürzung steht für REIchsMArschall Hermann Göring – war ein unterirdisches Rüstungswerk und Bunkerkomplex am Walpersberg bei Kahla im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen, unweit von Jena. Der Ausbau begann im April 1944 und lief bis April 1945. In weitläufigen Stollenanlagen sollten Strahlflugzeuge des Typs Messerschmitt Me 262 für die Luftwaffe montiert werden. Der Bau und Betrieb erfolgten unter extremen Bedingungen mit dem Einsatz von über 12.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Der Ort steht heute als Gedenkstätte und Erinnerungsort exemplarisch für die Gewalt, Ausbeutung und Menschenverachtung des NS-Systems.
Der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V. widmet sich seit vielen Jahren der Erforschung und Vermittlung dieser Geschichte. Auf seinen Plattformen und bei Führungen vor Ort werden historische Hintergründe, Forschungsergebnisse und persönliche Schicksale verständlich und faktenbasiert zugänglich gemacht.
Was ist vor Ort zu entdecken?
Die Führungen am Walpersberg erklären die REIMAHG am historischen Ort und machen die Dimensionen der Anlage nachvollziehbar. Zu sehen sind erhaltene Stollenzugänge, Reste der Infrastruktur sowie Spuren der Lager und Arbeitsbereiche. Anhand von Fotos, Plänen und Zeitzeugenberichten wird erklärt, wie das unterirdische Werk aufgebaut war, wie dort gearbeitet wurde und welche Rolle Zwangsarbeit spielte.
Die Rundgänge werden vom Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V. durchgeführt und verbinden anschauliche Vermittlung mit aktuellen Forschungsergebnissen. Sie richten sich an historisch Interessierte ebenso wie an Besucherinnen und Besucher ohne Vorkenntnisse.
Gruppen & Institutionen
Individuelle Sonderfuehrungen und Workshops fuer Schulen, Vereine und Gruppen.
Sonderfuehrung anfragenVertiefen & Verstehen
Die Vertiefen-&-Verstehen-Sektion bündelt Angebote, Ausstellungen und Archive für vertiefende Informationen.
Forschungsplattform walpersberg.com
Infoseite mit Datenbanken zu Untertageverlagerungen, Bunkern, Zwangsarbeitern
Dokumentationszentrum Walpersberg
Modelle, Relikte und historische Gegenstände
Dorfstraße 7 · 07768 Großeutersdorf
Nebenan-Zwangsarbeit.de
Digitale Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit mit Beispielen des Rüstungswerkes REIMAHG
Publikationen & Materialien
Das NS-Rüstungswerk REIMAHG im Walpersberg bei Kahla
5,00 €
Details
Bildband REIMAHG – Werk Lachs
17,95 €
Details
Walpersberg Journal 2016
7,95 €
Details
Walpersberg Journal 2015
7,95 €
Details
Walpersberg-REIMAHG Werk „Lachs“: Relikte des NS-Rüstungswerkes bei Kahla
5,00 €
Details
Von Alabaster bis Zement
5,00 €
Details
Geheimobjekt Seewerk
19,90 €
Details
Verborgenen Schätzen auf der Spur
17,99 €
Details
Gedenkmedaille
12,95 €
DetailsGutschein historische Führung um den Walpersberg
10,00 €
Details
Instrumentenglas Me 262
50,00 €
DetailsNews & Medien
News & Medien fasst Neuigkeiten, Hinweise und Pressebeiträge aus dem Vereinsleben zusammen.
Häufig gestellte Fragen zur REIMAHG
Die FAQ-Seite beantwortet die wichtigsten Fragen zur REIMAHG, zur Geschichte des Ortes und zu den Angeboten des Vereins.
Geschichte & Hintergrund
Wofür steht REIMAHG?
REIMAHG ist die Abkürzung für REIchsMArschall Hermann Göring und bezeichnet das unterirdische Rüstungswerk am Walpersberg bei Kahla in Thüringen.
Ist „REIHMAG“ oder „REIMAG“ korrekt?
Nein. REIHMAG und REIMAG sind häufige Falschschreibungen. Gemeint ist immer die REIMAHG.
Was genau wurde in der REIMAHG produziert?
Das Werk war für die Montage von Strahlflugzeugen (Düsenjägern) des Typs Messerschmitt Me 262 der Luftwaffe vorgesehen. In den weitläufigen Stollenanlagen am Walpersberg wurde an modernster NS-Rüstungstechnik gearbeitet.
Ab wann wurde das Werk gebaut?
Der Ausbau des unterirdischen Bunkerkomplexes begann im April 1944 als Teil des nationalsozialistischen Rüstungsprogramms zur Untertageverlagerung im Zweiten Weltkrieg.
Welche Rolle spielte die Zwangsarbeit am Walpersberg?
Der Bau und Betrieb der REIMAHG erfolgte unter menschenverachtenden Bedingungen durch den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Der Verein dokumentiert diese Schicksale, um an das Leid und die Ausbeutung zu erinnern.
Besuch & Besichtigung
Wo befindet sich das Dokumentationszentrum?
Das Dokumentationszentrum Walpersberg befindet sich in der Dorfstraße 7, 07768 Großeutersdorf. Dort sind Modelle, Relikte und historische Gegenstände ausgestellt.
Gibt es Angebote für Schulklassen oder Vereine?
Ja, der Verein bietet individuelle Sonderführungen und spezielle Workshops für Schulen, Vereine und andere Gruppen an, um die Geschichte vor Ort pädagogisch aufzuarbeiten.
Sind die Führungen auch für Personen ohne Vorwissen geeignet?
Ja. Die Rundgänge sind so gestaltet, dass sie historische Hintergründe und Forschungsergebnisse sowohl für fachlich Interessierte als auch für Besucher ohne Vorkenntnisse verständlich vermitteln.
Was sieht man bei einer Führung über das Gelände?
Die Führungen zeigen erhaltene Stollenzugänge, Überreste der Infrastruktur sowie Spuren der ehemaligen Lager und Arbeitsbereiche am Walpersberg.
Forschung & Medien
Wo kann ich online tiefergehend zur REIMAHG recherchieren?
Auf der Forschungsplattform walpersberg.com bietet der Verein umfangreiche Datenbanken zu Untertageverlagerungen, Bunkern und Informationen zu den dort eingesetzten Zwangsarbeitern an.
Gibt es eine Möglichkeit, sich digital über das Thema Zwangsarbeit zu informieren?
Ja, unter nebenan-zwangsarbeit.de finden Sie eine digitale Ausstellung, die das Thema Zwangsarbeit am Beispiel des Rüstungswerkes REIMAHG ausführlich beleuchtet.
Kann man Informationsmaterial oder Bücher zum Thema erwerben?
Ja, im Online-Shop (oder vor Ort) sind verschiedene Publikationen erhältlich, darunter der Bildband „REIMAHG – Werk Lachs“, das jährliche „Walpersberg Journal“ sowie Informationsbroschüren über Relikte des Werkes.
Verein & Engagement
Wer betreut die Gedenkstätte und die Forschung?
Der „Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V.“ widmet sich ehrenamtlich der Erforschung, Dokumentation und der Pflege des Gedenkens an diesem historischen Ort.
Wo finde ich aktuelle Nachrichten aus dem Vereinsleben?
Aktuelle Hinweise, Pressebeiträge und Informationen zu Projekten (wie z. B. der Friedensglocke) werden regelmäßig auf www.walpersberg.com veröffentlicht.